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Wir haben Goldschmied Robert Niendorf bei einem seiner Trauringkurse begleitet und waren ganz begeistert von der Idee, den wohl wichtigsten Ring im Leben, ganz einfach selbst zu fertigen!
Wie bist zu auf die Idee gekommen Goldschmied zu werden und wo hast du dein Handwerk erlernt?
Ich bin durch die Liebe auf den Job aufmerksam geworden. Eine damalige Freundin hatte sich gerade entschieden, Goldschmiedin zu werden. Und ich fand das interessant. Denn ich wollte unbedingt etwas mit meinen Händen machen und dabei kreativ sein. Somit habe ich mich mit dem Job als Goldschmied auseinandergesetzt und festgestellt, dass das genau das richtige für mich ist. Dann stellte sich allerdings die Frage ob ich eine Werkstattausbildung mache oder eine Kunstschule besuche. Ich habe mich für die Schule entschieden und die Zeichenakademie in Hanau besucht. Eine Ausbildung mit Schwerpunkt Gestaltung. Dreieinhalb Jahre. Eine schöne Zeit. Danach nochmals zu einem Goldschmied, um die tatsächliche Arbeit mit ihren Finessen und Tricks zu erlernen. Seither liebe ich meinen Beruf jeden Tag ein bisschen mehr.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf aus?

Jeden Tag komme ich in meinen Laden und lasse mich überraschen was passiert. Ich stelle mir immer wieder Themen und arbeite dann an der Umsetzung. Denn der Schmuck muss tragbar sein und der Kunde soll sich mit seinem Stück auch identifizieren können. Und das sind die großen Herausforderungen. Jeden Tag geht die Tür zum Laden auf und ein Mensch möchte den für sich entsprechenden Schmuck bekommen. Daher liebe ich die Einzelanfertigungen. Sich mit dem Kunden auseinandersetzten und den persönlichen Schmuckentwurf finden und umsetzen. Der Moment, wenn der Kunde seinen Schmuck abholt und dieses zufriedene Aufblitzen in den Augen zu sehen ist, dann weiß ich, dass ich mir den richtigen Beruf ausgesucht habe.
Mit welchem Material arbeitest du am liebsten?
Meine Lieblingsmaterialien sind Gold, Farbedelsteine und natürlich Perlen in ihrer ganzen Vielfalt. Dies zu kombinieren, damit zu spielen, ist immer wieder ein Herausforderung, der ich mich gerne stelle.
Fertigst du für deine Liebsten auch Privat Schmuckstücke an?
Auch meine Liebsten wissen meine Liebe zu meinem Job zu schätzen und tragen mit Freude meine Kreationen. Dabei hörte ich immer wieder heraus, dass sie glücklich wären, selbst einmal Schmuck zu fertigen. Somit ist die Idee der Hobbygoldschmiede entstanden, die ich bei mir in der Werkstatt anbiete. So kann jeder seinen eigenen Schmuck bauen.
Du bietest ja  Trauringkurse an – Wie können wir uns das genau vorstellen? An einem Nachmittag fertigen sich die Brautpaare gegenseitig ihre eigenen Ring. Ringe, die gut aussehen und dadurch eine Geschichte bekommen. Denn wer kann schon sagen, dass der Ring, das Symbol der gegenseitigen Liebe, vom eigenen Partner geschaffen wurde. Dazu wird in einem Vorgespräch genau ermittelt, was das Paar sich wünscht. Das mag ich so gern, mich mit meinen Kunden auseinandersetzen und das richtige herausfiltern. Ich bereite dann das Material vor und die Pärchen schaffen danach einem Nachmittag ihre eigenen Ringe. Da wird gebogen, gelötet, geschmiedet, gefeilt und poliert. Am Ende sind das dann richtige, hochwertige Ringe. Wir hatten dann einen schönen gemeinsamen Nachmittag, der unvergesslich bleibt. Die Ringe haben eine Geschichte bekommen.

Ich weiß, dass ich mich für den richtigen Beruf entschieden habe. Den Spaß und die Anerkennung, die ich bei meiner Arbeit erlebe, bestätigt mir das jeden Tag.

Wer mehr zu Robert Niendorf wissen, einen Kurs bei ihm besuchen oder gar verschenken möchte, der schaut hier www.niendorf-schmuck.de.

Adresse: Weimarerstrasse 26, 10625 Berlin

Text: Katharina Flick / Bild: Katja Zimmermann