Edith Löhle, Reporterin, OK! Magazin, Redakteurin, Autorin, Partyreporterin
Sie ist die wohl charmanteste Reporterin Berlins, Freie Redakteurin und zukünftige Buchautorin. Zu unserem Interview empfangt uns Edith Löhle mit einem strahlenden Lächeln und frischen Fruchtsmoothies, öffnet für uns die Tür zu ihrem Kleiderschrank und verrät, warum sie ohne Frühstücksei nicht aus dem Haus geht. 
Liebe Edith, verrate uns doch mal, was wir uns unter deinem Job genau vorstellen können? Meinen Job macht aus, dass er super abwechslungsreich ist, man reist viel, sieht viel – kein Tag gleicht dem anderen, besonders seitdem ich als Freie Journalistin arbeite. Bis vor kurzem war ich als Chefreporterin für das OK! Magazin auf den roten Teppichen unterwegs, habe mich auf Promis gestürzt – das war super lustig, aber ich wusste natürlich auch meistens was auf mich zukommt. Jetzt bin ich thematisch ein echter Freischwimmer!

Bei den Partys musstest du ja sicher auch immer gut gekleidet sein, wie können wir uns denn deinen Kleiderschrank vorstellen? Bunt! Ich trage super gerne Farbe, privat stehe ich voll auf die 80er Jahre, mag Vintage, kurze Jacken, Blousons und außergewöhnliche Stücke, Jumpsuits und natürlich Leggings in allen Variationen.
Und wonach entscheidest du, was du bei einem Event trägst? Gerade während meiner Zeit als Partyreporterin war ich ja viermal die Woche auf Events unterwegs und da ist auch mein Kleiderschrank irgendwann an seine Grenzen gestoßen – man kann weder ständig das Gleiche tragen, noch sich jeden zweiten Tag etwas Neues kaufen. Für mich habe ich das über eine tolle Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur gelöst, die mir Kleider für Events ausgeliehen haben. Da ich ja immer mit den Prominenten fotografiert wurde, war das für beide eine Win-Win-Situation.
Hast du Lieblingsstücke aus der Zeit? Viele! Ich habe ich noch einige Stücke, die mir so gut gefallen haben, dass ich sie mir gekauft habe oder die mir netterweise von den Labels geschenkt wurden, weil Show-Room-Teile nicht mehr verkauft werden und sie sich freuen, wenn ich sie gern und oft anziehe. In Cannes zu den Filmfestspielen habe ich z.B. das korallfarbene Kleid getragen, das wie ein Trench geschnitten ist. Das Kleid mit dem Seidenunterteil und dem Lederoberteil mit Cut-Out habe ich letztes Jahr beim Echo getragen und ich liebe es noch immer!

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist mutig – warum hast du ihn gewagt? Mein vorheriger Job beim OK! Magazin war toll – doch seit meinem Abitur habe ich mich thematisch mit Prominenten und ihren Allürchen auseinandergesetzt. Ich sehnte mich nach neuen und unterschiedlichsten Herausforderungen. Mit Freiheit im Kopf kann ich mich nun um meine Herzensprojekte wie einem Roman und einem Blog, der heutzutage noch heraussticht, kümmern. Und eben Geschichten umsetzen, die das Leben schreibt – sei es über Skurrilitäten, Reisen, Frauenpsychologie, Trends oder auch Essen.
Essen ist ein gutes Stichwort, hast du für dich da Rituale, die dir wichtig sind? Ich brauche ein Frühstücksei! Frühstück ist mir am wichtigsten, das zelebriere ich auch in der Woche – wenn ich Zeit habe gerne auch mal 1,5 Stunden, entspannt mit einer Zeitung – natürlich alles Recherche! (lacht). Zum Frühstück gehören bei mir auch meistens selbst gemachte Smoothies. Ein kulinarisches Laster von mir: Ich bin süchtig nach Maultaschen, darum wohne ich als echter Schwabe natürlich auch im Prenzlauer Berg!
Machst du die Maultaschen selbst oder lässt du dich lieber bekochen? Ich koche gern! Das beruhigt mich, ich schaue nebenbei Serien und haue dann alles in den Topf, worauf ich Lust habe – ich bin nicht so eine Rezeptkocherin, sondern freestyle da lieber! Aber ich gehe auch viel in Restaurants – das ist für mich Lebensqualität.

Wo gehst du da gerne hin? Hast du ein paar Tipps für uns? Für so einen netten Kaffeeschnack, die Mittagspause oder einen kleinen Snack ist der Elbspeicher in der Sredzkistraße total nett. Ich gehe da gerne hin, auch weil die Chefin toll ist. Sie kommt aus Hamburg (meinem vorherigen Wohnort) und ist immer für einen Klönschnack zu haben. Für mehr Hunger gehe ich gerne Pizza Essen bei Il Giradischi in der Oderbergerstr.  - Riesenpizzen für kleines Geld. Und einen Schnaps gibt es auch noch hinterher, klasse! Ansonsten trifft man mich oft im SOHO House an, das Ambiente ist einfach wunderschön. Und für einen Drink bei guter Musik kann ich das Kitty Cheng empfehlen. 
 
Text: Katharina Flick / Bild: Katja Zimmermann