16

In unserem Berliner Lieblingscafé Sgaminegg entdeckten wir vor kurzem einen handgeschriebenen Zettel, der uns neugierig gemacht hat: „Bienenvolk sucht einen neuen Standort“, stand da geschrieben. Mit Imkern hatten wir uns bis dahin noch nicht so wirklich beschäftigt, nach kurzer Recherche stellten wir jedoch fest: Neben Guerilla Gardening in Großstädten oder Urban Gardening wie auf dem Tempelhofer Feld wird auch das Urban Beekeeping immer populärer. Ein guter Grund also, uns dieses Völkchen mit ihrem süßen Geheimnis mal näher anzuschauen.

Wir haben uns also auf den Weg gemacht und einen Imker im Frankenland besucht, wo wir neben dem Beobachten seiner Arbeit auch mal voller Genuss den Finger in ganz frischen Honig tunken durften. Wir lernen: Man nähert sich dem Bienenstock immer von der Seite, so dass man nicht in die Einflugschneise läuft – Haben ja auch schwer zu tragen, die fleißigen Bienchen. In einem Kasten stecken mehrere Wabenrähmchen, in denen die Bienen aus Bienenwachs das Wabengebilde mit sechseckigen Zellen errichten. Viele Imker legen die Rahmen mit vorgeprägten Mittelwänden aus – das erleichtert den Bienen den Bau.

Die schleuderreifen Waben können einfach entnommen werden, ohne dass die Struktur zerstört wird. Auch Honig muss reifen und darf nicht zu viel Wasser enthalten. Das messen Imker regelmäßig, ab einem bestimmten Zuckergehalt wird der Honig geschleudert. Und wer sich schon immer mal gefragt hat: Warum rauchen Imker eigentlich immer Pfeife? Der Rauch beruhigt die Bienen und der Imker kann seiner Arbeit nachkommen ohne von den Bienen unterbrochen zu werden. Sieht außerdem sehr entspannt und ziemlich gemütlich aus!