Pilze, sammeln, suchen, Brandenburg

Noch ist August und noch wollen wir es Sommer nennen. Aber es wird merklich kühler am Abend und ohne eine Jacke ziehen wir am Nachmittag nicht mehr in den Biergarten ein. Das nasswarme Wetter zieht auch die Pilzsaison etwas vor. Stürmen wir sonst im September die Wälder und beginnen die “stille Jagd”, wie das Pilze sammeln auch genannt wird, kann man jetzt schon einen vollen Korb nach Hause tragen.

Es ist Zeit für Maronen, Wiesenchampignon, Parasol und Stockschwämmchen. Die beliebten Sorten Pfifferlinge und Steinpilze findet man schon seit Juni in den Wäldern und auf den Wiesen. Sammeln sollte man aber nur Sorten, die man eindeutig bestimmen kann. Das geschieht gleich vor Ort, denn manchmal gibt die Wurzel den entscheidenden Hinweis auf giftig oder geniessbar. Kann man einen Pilz nicht eindeutig zuordnen und möchte ihn in Ruhe bestimmen oder zu einer Pilzberatung bringen, sollte man ihn unbedingt getrennt von anderen Pilzen im Korb aufbewahren, denn ein Grüner Knollenblätterpilz überträgt sein Gift auch auf andere Pilze. Für Anfänger empfiehlt es sich mit einem geübten Sammler auf die Jagd zu gehen, um den Blick zu schärfen und die kleinen Tricks kennenzulernen.

Natürlich verrät kein Sammler gern seine Fundorte, aber auf Anzeichen kann jeder achten, um nicht stundenlang vergebens durch das Unterholz zu streifen. Nicht immer wachsen Pilze im Wald, auch große Wiesen oder Weiden können Fundorte sein. Am besten eignet sich für den Anfang ein Mischwald mit niedrigem Gras oder Moos. Wälder mit Brennessel kann man getrost meiden, hier ist der Boden zu stickstoffreich. Damit Pilze uns allen erhalten bleiben und die Bestände nicht geplündert werden, darf nur ein Kilo pro Person gesammelt werden.

Gut, dass wir diesen Riesenfang in einer Gruppe von 10 gemacht haben!

TIPP: Pilze gleich vor Ort säubern, damit Schädlinge nicht auf andere Pilze im Korb übergreifen.

Neben der klassischen Pilzpfanne mit Ziebeln und Butter gibt es für den Parasol noch eine sehr leckere Zubereitung, die wir euch hier verraten wollen. ACHTUNG! Der Parasol – auch Riesenschirmpilz genannt – ist leicht mit dem kleineren Safranschirmpilz zu verwechseln. Der Parasol hat große bräunliche Schuppen und einen gleichfarbigen Buckel auf dem Hut, sowie einen bräunliche genatterten, langen Stiel mit einer derben verschiebbaren Manschette.

Pro Person 1 mittelgroßer (aufgegangener) Parasol

Verquirltes Ei mit Salz und Pfeffer gewürzt

Semmelbrösel für die Panade

Den Stiel vom Pilz entfernen, den Hut wie ein Schnitzel panieren und in der Pfanne braten. Dazu passen sehr gut Zwiebelringe und Stampfkartoffeln mit Butter.  Mit etwas Petersilie bestreuen. Guten Appetit!

Text: Katja Zimmermann / Bilder: Katja Zimmermann

Join the conversation! 3 Comments

  1. was sind das bitte für riesige steinpilze?? WOW! Ich bin beeindruckt!

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  2. Geniale Pilze … uund … geniale Pilze. Sind die echt echt?

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