Koffer, packen, reisen

Katharina geht in wenigen Tagen auf Kulinarische Weltreise, dabei besucht sie 4 Kontinente und streift 3 Jahreszeiten, was dabei in ihrem Koffer landet und wie kompliziert sich das ganze gestaltet, lest selbst…

„Ich habe ganz sicher jeden Reiseblog zu dem Thema gelesen, sobald das Wort „Packliste“ in der Überschrift stand, habe ich erstmal drauf geklickt – könnte ja endlich der Masterplan dahinter stecken. Das Ergebnis? Ich bin genauso schlau wie zuvor. Als ich meinem Freund die Problematik sehr verzweifelt und sehr ausführlich geschildert habe - dass es keine Powerpoint-Präsentation gab, war ein Gedulds-Zugeständnis meinerseits – kommentierte er die Sache lapidar mit „T-Shirt, Pulli, Jeans, Badehose“ und guckte verständnislos. Ich schaute genauso verständnislos zurück und zeigte wortlos auf meine 2 Kleiderstangen, die überquellende Kommode und das Schuhregal. Ganz offensichtlich der falsche Ansprechpartner für dieses Problem.

„Mach Dir doch erst einmal eine Liste“, rät die Freundin.  „Ach was, das entscheidest du am besten ganz zum Schluss spontan“, sagt die Nächste, „Denk dran’, du willst auch noch shoppen gehen“, kommt von der Dritten und ich sehe mich schon verzweifelt einen Bikini aus Kokosnüssen basteln.

Also doch nochmal bei den Packlisten schauen, als sehr hilfreich habe ich dabei pink compass empfunden, die wenigstens nicht die ganze Zeit nur mit irgendwelchen asketischen Survivaltaktiken um sich werfen. Dank ihnen weiß ich jetzt: Ich lege mir doch kein super fetziges Schweizer Taschenmesser zu, habe immer noch kein Regencape, das für den Notfall als Zelt umfunktioniert werden kann oder besuche noch schnell einen „Wie mache ich Feuer in 30 Sekunden“-Crashkurs.

Dafür können meine Klamotten jetzt einen Karate-Rolle und werden klitzeklein in Häppchen eingepackt – ich bin ziemlich sicher, dass ich mir den Sushi-Crashkurs damit dann auch sparen kann. Vor 2 Wochen habe ich das erste Mal zur Probe alles in meinen Rucksack gerollt und mich wie ein superstarker Ninja Turtle und stolz wie Bolle durch die Wohnung geschoben. Wer mich jetzt für einen Kontrollfreak hält, sollte sich meine Playlist für den Flug anschauen, für jede Minute, Stimmung und Situation das passende dabei, ich bin mir sicher, sogar wenn das Ding abstürzt, hätte ich ganz spontan den passenden Soundtrack zur Hand.

Die erste Station ist in wenigen Tagen übrigens Singapur, wer noch schnell ein paar Last Minute Tipps für mich hat, bekommt einen Ehrenplatz auf meiner „To Do Liste”.

In diesem Sinne: Bis bald  - vom anderen Ende der Welt!

Text: Katharina Flick & Bilder: Katja Zimmermann

Join the conversation! 2 Comments

  1. Katharina, zauberhaft wie immer!
    Bei mir war’s genauso, vor einer Indien-Reise. Zu sagen ist: man nimmt immer zu viel mit (wenn man kein survival Asket ist)
    Alles Gute und eine wunderbare Reise :*

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Kolumne, Lifestyle

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