Kochhaus

Eine Verkaufsfläche so groß wie ein Supermarkt und dennoch gibt es nie mehr als 20 Rezepte – abgepackt und portioniert für 2 oder 4 Personen. Kann das funktionieren? Es kann – und wie! Im Jahr 2010 eröffnet die erste Filiale, im Jahr 2011 wurde das Konzept als Land der Ideen ausgezeichnet. Inzwischen gibt es allein in Berlin drei begehbare Rezeptbücher, sowie zwei Kochbücher, gefüllt mit den Rezepten der letzten Jahre zum Nachschlagen. Wir haben den Mitbegründer Ramin Goo zum Konzept Kochhaus interviewt.

Wer hatte die Idee und wie kam es dazu, dass ihr sie auch wirklich umgesetzt habt?
Ich habe gemeinsam mit Dorothée Karsch und Max Renneberg  die Idee entwickelt. Diese entstand bei einem gemeinsamen Essen der Gründer. Wir erfuhren dabei am eigenen Leib, wie es ist, wenn man beruflich stark eingebunden ist und dennoch gerne kochen möchten. Der abendliche Besuch im Supermarkt um 20 Uhr gestaltete sich schwierig. Die Ideen und die passend portionierten Zutaten fehlten. Die Idee für das Kochhaus war geboren.

Was ist eure Philosophie?
Kochen und Genuss stehen im Kochhaus im Mittelpunkt. Das Kochhaus will Menschen anregen, wieder mehr zu kochen und neue Zutaten oder Zubereitungstechniken auszuprobieren.

Wie enstehen die Rezepte und wer kreiert sie?
Die Rezepte entstehen in einem langwierigen Prozess und werden mithilfe von Profiköchen entwickelt. Da die Rezepte mindestens drei Mal von Laien zur Probe gekocht werden, sind Sie garantiert gelingsicher.

Was war bisher euer erfolgreichstes Gericht ?
Die Spitze der erfolgreichsten Gerichte wird regelmäßig hart umworben: Derzeit sind es “Fettuccine verde mit Pfifferlingen, Rinderfiletspitzen und Estragon-Sauerrahm”. Dicht dahinter ist der asiatische Klassiker “Pad Thai mit Hühnchenbrust, Reisbandnudeln und Tamarindenmarinade”. Man sieht, dass die Kochhaus Gerichte vielfältig sind und immer für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Was steht noch auf der To Do Liste, auf was können wir uns noch freuen ?
Wir sind bemüht, dass unsere Kochhaus Familie stets wächst und wir noch weitere Hobby-Köche begeistern können. Auch für 2015 geht die Genussreise weiter.

Was isst du selbst am liebsten? Und was kochst du selbst am liebsten?
Ich bin ein großer Freund der süditalienischen Küche. Ich liebe Parmigiana di Melanzane, die in der Zubereitung allerdings etwas Zeit benötigt. Wenn’s schnell gehen soll, dann bereite ich gerne Spaghetti Vongole zu und achte dabei genau darauf, jede einzelne Muschel, sobald sie sich geöffnet hat, sofort aus dem heißen Topf zu fischen.

Hast du bestimmte Rituale beim Kochen? Musik, ein bestimmter Wein oder ähnliches?
Musik ist für mich sehr wichtig. Mit ihr schaffe ich mir eine authentische Atmosphäre, wie man sie in den kleinen Küchen der italienischen Trattorias vorfindet.

Vielen Dank für das Interview!

Text: Katharina Flick & Bild: Katja Zimmermann