Winetasting

Wir haben vor ein paar Tagen ein Paket bekommen. Der Inhalt: Drei Flaschen Weisswein unterschiedlicher Preiskategorien. Unsere Aufgabe: Den Wein verkosten, ohne dass wir den Preis kennen. Zum einen wollten wir rausfinden, ob wir als Wein-Anfänger anhand von Geschmack und Verpackung des Weines den Preis erraten können, außerdem stellten wir ein Ranking auf, welchen wir ganz unabhängig davon am liebsten mochten.

Die drei Tester

Johannes, Katharina und Marc trinken gerne Wein, sind jedoch keine ausgewiesenen Experten, dafür aber natürlich mit Leidenschaft dabei!

Die drei Kandidaten

Wir haben den ersten Wein für unseren Test nach dem Etikett ausgesucht, die Wahl fiel dabei auf den Gartelmann. Der sah so schön klassisch aus. Erstes Fazit: Der Wein schmeckt uns allen. Katharina findet ihn fruchtig leicht, er schmeckt ein wenig nach Sonne und draußen sein. Marc erkennt einen blumigen Abgang und Johannes findet ihn leicht und frisch “perfekt für einen Nachmittag im Park”.

Als zweite Flasche öffnen wir den Chardonnay Borgo Gritti. Inzwischen haben wir auch dampfende Teller mit asiatischen Köstlichkeiten vor uns und sind so gestärkt für die nächste geschmackliche Höchstleistung. Johannes schmeckt dieser Wein besser zum Essen, Marc findet ihn ebenfalls angenehmer als den ersten und Katharinas Kommentar war ein lapidares “Man trinkt sich rein”. Fazit: Zwei mochten ihn lieber als den ersten, nur Katharina schlägt quer und möchte lieber weiter den süffigen Sonnegruss des Gartelmann geniessen. Einig waren wir uns übrigens alle beim Geruch: Dieser riecht weniger intensiv als der erste Wein.

Der dritte Kandidaten: Ein Bourgogne. Wir essen immer noch, was die Jungs freut, schmeckt ihnen doch auch dieser Wein hervorragend zum Essen. Marc findet ihn nicht ganz so trocken wir den Chardonnay und Johannes liebäugelt bereits mit dem zweiten Glas. Katharina pritzelt es auf der Zunge, ihr sind die beiden letzten Weine zu trocken, wobei sie sich im Vergleich gut mit dem zweiten Wein anfreunden kann.

Die Wertungen, bitte!

Nachdem alle drei Kandidaten verköstigt wurden, haben unsere Tester ihre Wertungen abgegeben.

Kategorie 1: Geschmack – Welcher ist der persönliche Favorit

Katharina: Gartelmann

Johannes: Bourgogne

Marc: Chardonnay Borgo Gritti

Kategorie 2: Welche Flasche sieht für dich am teuersten aus?

Hier herrscht Einigkeit, alle drei werten wie folgt: 1. Bourgogne, 2. Gartelmann, 3. Chardonnay Borgo Gritti

Kategorie 3: Welcher Wein ist deiner Meinung nach der teuerste?

Auch hier herrscht einstimmige Begeisterung, alle drei werten wie folgt: 1. Bourgogne, 2. Gartelmann, 3. Chardonnay Borgo Gritti

Auflösung

Nachdem wir noch das ein oder andere Gläschen nachverkostet haben, wollten wir doch nun auch wissen, wie richtig oder falsch lagen wir denn mit unseren Einschätzungen? Welches ist der teuerste und welches der Preisgünstigste Wein?

Chardonnay Borgo Gritti, Preis: 6,50 EUR

Das sagt der Experte: Walsnuss, Pfirsich, getrocknete Aprikose und eine bunte Blumenwiese in der Nase. Feiner Bitterstoff und schöne Spannung am Gaumen.

Chardonnay de Bourgogne, Preis: 14,95 EUR

Das sagt der Experte: Dieser Chardonnay geht weit über das normale Niveau in der Appellation Chardonnay de Bourgogne hinaus. Hohe Fruchtintensität, gelber Apfel mit einem Hauch Pfirsich und satte Mineralität, nur ein Hauch von feiner Vanille, kraftvoll und sehr lebendig in der Fruchtsäure. 

Gartelmann: Hunter Valley Chardonnay aus Australien, Preis: 22,80 EUR

Das sagt der Experte: Neben den Zitrus-, Grapefruit- und Honigmelonearomen hat er auch deutliche Mineralität zu bieten. Die Chardonnay-eigene Frische als Zusatzkomponente macht das Bild komplett. Jetzt setzt schon das Knistern am Gaumen ein. Und das bringt das Ganze auf ein wirklich neues Niveau. 

Alle Weine mit freundlicher Empfehlung von Gute Weine.

Text: Katharina Flick & Foto: Katja Zimmermann