Bluespills

Ein bisschen musikalische Untermalung hat beim Kochen zu Hause noch nie geschadet. Als uns die Einladung zur Konzertreihe „Berlin Live“ erreicht, müssen wir nicht lange überlegen und haben uns die Show der „Blues Pills“ im Berliner Club SchwuZ einmal für Euch angeschaut.

Wozu andere Bands Jahre brauchen, schaffen die Blues Pills ihren Durchbruch mal eben noch vor dem Release ihres Debütalbums! Haben sie es doch bereits zu Touren durch Europa und Australien gebracht, sowie zu einigen großen Festivalauftritten und einer Folge des WDR Rockpalast. Ebenso ungewöhnlich wie diese frühen Erfolge ist die persönliche Geschichte der jungen Band. Die aus Schweden stammende Sängerin Elin Larsson, der Schlagzeuger Corry Berry und der Bassist Zack Anderson lernen sich in der Heimat der beiden Jungs, den USA, kennen, schlagen ihre Zelte jedoch in Elins Heimatstadt Örebro auf. Auf einer Tour durch Frankreich und Spanien stößt der erst 18 jährige Franzose Dorian Sorriaux zu der Truppe und komplettiert damit die Band. Die erste EP „Devil Man“ beschert dem amerikanisch-schwedisch-französische Quartett weitere Aufmerksamkeit und die bereits angesprochenen Tour durch Australien sowie das Debütalbum mit dem eingängigen Titel „Blues Pills“ folgen. Musikalisch bewegt sich die Band in den Gefilden ihrer Vorbilder wie Led Zepplin, Cream, Free und Fleetwood Mac. Das bedeutet grooviger Rock and Roll, gepaart mit Bluesrock und Soul. Das ganze wird von den vier jungen Musikern so Meisterhaft umgesetzt und gelebt das einem schon fast eine gewisse Ehrfurcht überkommt wenn Gitarrist Dorin zu einem seiner grandiosen Solos ansetzt oder Elin mit ihrem an Janis Jopplin oder Eretha Franklin erinnernden Gesang die Zuhörer in die 60er und 70er Jahre mitreißt. Mit „Blues Pills“ ist der gleichnamigen Band ein von vorne bis hinten sehr stimmiges Debüt gelungen auf dem weder die Rock- noch die Blueslastigeren Stücke überwiegen.
Wer also noch einen Soundtrack für den nächsten Nachmittag in der Küche sucht und mit Retro-Bands etwas anfangen kann, dem sei das Album „Blues Pills“ und vor allem unser Anspieltipp „High Class Woman“ hiermit ausdrücklich empfohlen.

Ach und bevor wir es vergessen: Was könnte zur schwedischen Kochmusik besser passen als ein schnelles nordisches Gericht. Unser Ruck-Zuck 5 Minuten Kochtipp aus dem Low Carb – Minutenkochbuch: 100 Rezepte von 5 bis 60 Minuten zur schwedischen Kochmusik:

Lachsforelle mit Staudensellerie und Gemüsesticks

  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 2 Minigurken
  • 150 g geräucherte Lachsforellenfilets (gibt es z.B. beim Discounter)
  • 2 EL Sahnemeerrettich
  • Salz
  • Pfeffer, frisch gemahlen
  • 2 geh. EL Kräuterquark (40 %)
  • Staudensellerie und Gurken waschen und putzen. Staudensellerie waschen und die Fäden von unten nach oben abziehen. Das Gemüse längs in schmale Streifen von etwa 8 cm Länge schneiden.
  • Die Lachsforellenfilets auf zwei Teller verteilen, dünn mit Sahnemeerrettich bestreichen, die Gemüsestreifen darauf verteilen und nach Belieben einrollen. Mit je einem gehäuften EL Kräuterquark servieren.

Text: Marc Katz, Rezept: Low Carb, TRIAS Verlag, Bild: PR / Patric Ullaeus