Effille vs Mutti kocht

Wir lieben eigentlich alles, was mit Kochen, Lebensmitteln und dem spannenden Drumherum zu tun hat. Kein Wunder also, dass wir auch Kochmagazine ziemlich klasse finden. Um euch vielleicht nochmal eine neue Anregung zum Schmökern, Durchblättern und Inspirationen sammeln zu geben, haben wir heute jeder unsere derzeitige Lieblings Foodie Zeitschrift herausgesucht.

Mutti kocht am besten

Den Anfang macht Katharina mit “Mutti kocht am besten”, ein junges, frisches Magazin aus dem Hause Bauer Living KG. Das besondere an Mutti? Die freche Schnauze, die neue Heransgehensweise und der Spass, der einem aus jeder Seite entgegenspringt. Ich empfinde Kochmagazine oft als ein wenig zu Avantgarde oder zu sehr Hausmütterchen, ich mag es frech und cool und will das Gefühl haben, mit denen aus der Redaktion würde ich auch gerne mal am Herd stehen. Die Rezepte sind einfach gehalten, oft Dinge, die man wirklich bei Mutti bekommt oder die man einfach unbedingt lernen muss. Die Rezepte werden in der Regel in Geschichten eingebaut, so gab es in der letzten Ausgabe Festival Food, bei dem gezeigt wurde, wie man ganz easy eine Runde Dosenravioli auf dem Festival aufpimpen kann. Ständige Kategorien sind Muttis Dauerbrenner, wo Hühnerfrikassee und Carbonara ihren Auftritt haben, auch Pimp your Backmischung ist in der Regel dabei und bei Easy Peasy geht es um schnelle, leckere Gerichte. Alles kein Rocket Science, keine ausgefallenen Kreationen oder Menüs, sondern einfache Gerichte, die jeder nachmachen kann, kreative Ideen für den Küchenanfänger und ich finde: So macht Kochen vielleicht auch Leuten Spaß, die sonst nur Tiefkühlpizza können. Daumen hoch für Kreativität und Mut!

Effilee

Weiter geht es mit Katja und ihrer Vorliebe für reduziertes, gutes Design und Hintergrundgeschichten. Erfüllt wird das  von Effilee – Das Magazin für Essen und Leben, das von Vijay Sapre herausgegeben wird. Der Erfolgsunternehmer wollte ursprünglich Popstar werden, hat unter anderem als Kellner, Taxifahrer, Musikproduzent und Werbetexter gearbeitet und das Magazin EFFILEE aus der Leidenschaft fürs Kochen entwickelt. Die übersichtlich aufgeteilten Artikel zu Themen wie Sonntagsbraten oder eine wissenschaftliche Hinterfragung des Vegan-Hypes werden von Illustrationen und schlichten Fotos im Reportagestil begleitet. Die feste Rubrik Der schnelle Teller zieht sich durchs Heft und bietet raffinierte Rezepte, die zwischen 20 und 30 Minuten in der Zubereitung dauern. Großen Raum nehmen immer wieder die Weinseiten von Effilee ein. Etwas erwachsener, zurückhaltend in der Bildsprache und mit komplizierteren Rezepten ist Effilee etwas für den angehenden Gourmet und Restaurantbesucher mit größer werdender Brieftasche. Toll, dass Vijay Sapre sich und damit vielen anderen den Wunsch nach einem guten Food-Magazin erfüllt hat. Es lebe Print!

Text: Katharina Flick & Katja Zimmermann, Bild: Katja Zimmermann