Markthalle

Wer am Wochenende noch nichts vor hat, sollte sich unbedingt das gute Wetter zu nutzen machen und einen der beiden besten Street Food Märkte Berlins besuchen. Die Markthalle Neun als echtes Urgestein in Kreuzberg hat seit einiger Zeit Konkurrenz von der Location Neue Heimat in Friedrichshain bekommen und wir haben uns die beiden Foodies mal im Vergleich angeschaut.

1. Die Idee
Die Neue Heimat wurde 2014 von drei Jungs aus dem Dunstkreis der Bar 25 gegründet, um einen Dreh- und Angelpunkt des urbanen Lebens zu schaffen. Praktisch heisst das: Hier findet nicht nur regelmässig ein Street Food Markt statt, dieser wird in der Regel von Musiker begleitet, es gibt ausgefallene Abwandlungen wie den Frühstücksclub, der in der Woche die Tanzhungrigen zu Breakfast und Beats einlädt.

Der Street Food Thursday in der Markthalle Neun wurde unter anderem von Kavita Meelu ins Leben gerufen, um Berlin einen eignenen Street Food Markt, einen Treffpunkt für jung und alt zu bieten, aber eben auch eine Möglichkeit für Food Truck Besitzer ihre Produkte vorzustellen. Seitdem herrscht jeden Donnerstag am Street Food Thursday, aber auch bei der Berlin Food Week, dem Naschmarkt, der Destille und dem Wurst & Bier immer wieder starker Andrang und jede Menge Platz für neue Ideen.
Warum wir sie lieben
Die Markthalle Neun ist eine alte Markthalle, die dieses Flair auch bei zahlreichen Events beibehält. Hier haben auch Bauern und Fleischer aus der Region einen Stand und die Idee des Food Aktionsmus und das gemeinsam etwas bewegen hat einen fast so hohen Stellenwert, wie das unglaublich leckere Essen

Der Neuen Heimat merkt man an, dass sie von Szenemenschen gegründet wurde, hier wird den Gästen einiges an Zusatzprogramm geboten, es gibt einige Bars und viele internationale Food Konzepte zu bestaunen. Besonders angenehm: Dadurch, dass sich die Location auf mehrere Raume verteilt, die von kleinen Höfen unterbrochen werden, stauen sich die begeisterten Massen nicht so stark auf einem Raum.
Was man noch besser machen könnte
Die Markthalle ist ein einziger Raum, in dem die Stände aufgebaut sind und sich die Menschen häufig so sehr drängen, dass man die Schlange für den Stand kaum von der Menschenschlange, die sich durch den schmalen Gang schiebt, unterscheiden kann. Unser Tipp: Am Wochenende früh kommen, da schlafen viele der Hippster noch.

Die Neue Heimat nimmt 2 Euro Eintritt, was dank der musikalischen Untermalung auch absolut gerechtfertigt ist. Dazu kommen Pfand auf Gläser und Flaschen, man sollte also genügend Bares dabei haben, um die Kosten erst einmal auszulegen. Dank dem szenigen Hintergrund der Gründer ist das Publikum oft sehr hip, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen und sich einfach mit einem Glas Wein durch den Trubel schieben.

Unser Tipp
In der Markthalle Neun unbedingt den Apple Crumble mit Vanilleeis vom kleinen Wagen von Apfel on Tour probieren. In der neuen Heimat haben uns die Whiskey Rippchen mehr als angelächelt!

Text: Katharina Flick & Bild: Katja Zimmermann