No Waste

Das Thema Nachhaltigkeit kann man aus ganz verschiedenen Winkeln betrachten, dabei kann jeder für sich selbst entscheiden, wie nachhaltig er sein eigenes Leben gestalten möchte und wo für ihn Nachhaltigkeit anfängt. Katharina hat sich mal ein paar Gedanken gemacht und verrät euch, was ihre Lieblingsmaßnahmen sind –  kleiner Spolier: Sie haben mit Essen zu tun!

No waste oder: Das gute alte Reste-Essen

Für mich beginnt Nachhaltigkeit bei mir selbst. Was kann ich tun, um nicht unnötig Ressourcen zu verschwenden? Für mich persönlich ist dabei auch Wertschätzung ein wichtiges Thema. Die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln, gegenüber Bauern und Produzenten, gegenüber einem Tier, das für mein Stückchen Fleisch sein Leben gelassen hat. Nicht allein die Art sich zu ernähren, ist mir dabei wichtig, sondern sich bewusst für etwas zu entscheiden und es dann auch zu verbrauchen, ist für mich der Schlüssel zu nachhaltigem Essen.

Im Schnitt werden in Deutschland  313 Kg Lebensmittel pro Sekunde weggeschmissen, am meisten betroffen: Verderbliches wie Joghurt und frische Waren wie Obst, Gemüse, Brot. Sobald das Gemüse eine Delle oder das Obst einen Ditscher hat, wandert es in den Abfall. Wenn das Brot hart wird, ab damit in den Müll, dabei gibt es ein paar richtig tolle und einfache Arten, um diese Lebensmittel noch zu einem leckeren Essen zu verarbeiten.

Ich möchte euch heute die „Rezepte“ für solche Gerichte mit an die Hand geben. Wobei es genau darum eben nicht geht. Es soll hier kein Rezept befolgt werden, sondern ihr dürft und sollt die Lebensmittel verarbeiten, die gerade über sind oder für die ihr keine Verwendung mehr habt. Das hier ist also eher die Basis, ein Leitfaden, für ein richtig leckeres „Reste-Essen“.

Suppe

Suppe

Suppe

Die meisten Suppen basieren auf einer ganz einfachen Grundlage: Zwiebeln anschwitzen, Gemüse schälen und in Würfel schneiden, mit Brühe bedecken, kochen, fertig. Lecker!  Ihr habt noch Kichererbsen übrig, Sellerie oder auch Tomaten? Kein Problem, meine Suppe lässt sich ganz nach Belieben abwandeln. In diesem Fall habe ich folgende Zutaten verwendet, ihr könntet aber auch statt Kichererbsen Tomaten und z.B. statt Petersilie Basilikum oder andere Kräuter verwenden, dann bekommt das ganze direkt einen italienischen Touch.

1 Liter Gemüsebrühe | 6 Kartoffeln | 3 Möhren | 3 Stangen Sellerie |1 Zwiebel | 5 Datteln | 1 Stück scharfe Wurst (wer mag) | 1 Handvoll Kichererbsen

Die Zwiebel in Sonnenblumenöl andünsten, das kleingeschnittene Gemüse dazugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Etwa 15 Minuten kochen lassen, dann die Kichererbsen, die klein geschnittene Wurst und die klein geschnittenen Datteln hinzugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie bestreuen. Fertig!

Smoothie

Smoothie

 Smoothie

Ein Smoothie ist ideal, um braune Bananen zu verwenden – dann sind sie erst richtig schön süß, auch Avocados, Salat, Spinat, Äpfel, Birnen, alles was ihr mögt und was euch Spaß macht und weg muss, findet seinen Weg in diesen grünen Power-Smoothie. Und wer noch etwas zum Sattmachen möchte, der gibt einfach Haferflocken oder ein paar Leinen- oder Chiasamen mit hinein. Hier mal der Entwurf für meinen „Reste-Smoothie“:

½ Avocado | 1 Handvoll Kopfsalat | 1 Stückchen Gurke | 1 Apfel | 1 Banane | Saft einer halben Zitrone | Wasser

Einfach alles durch den Mixer jagen und fertig ist der Pausensnack, der Powerbooster oder das schnelle Frühstück. Apropos Frühstück, für alle, die wie ich immer zu viel Kaffee kochen: Nicht wegschütten, sondern den Rest einfach in der Kanne abkühlen lassen. Und beim nächsten Kaffeedurst einfach mit Eiswürfeln und kalter Milch als Iced Coffee trinken.  Ihr habt noch hartgewordenes Brot? Einfach in einer Ei-Milch-Mischung wenden, Zimt drüber und von beiden Seiten in der Pfanne anbraten. Neumodisch nennt man das „French Toast“.

Crumble

Crumble

Crumble

Ich höre so oft: Ach, ich habe keine Zeit/Lust/Zutaten zum Backen. Dabei hat man die Zutaten für einen Crumble wirklich immer im Haus und ihr könnt dabei wunderbar das restliche Obst verwenden, das ihr noch herumliegen habt. Besonders schön auch: Als Mischung! Warum nicht einfach für jeden eine eigene Ecke mit seinen liebsten Früchten belegen, wenn ihr nicht mehr genug für einen Kuchen dahabt? Mein Crumble ist mit Zwetschgen und Äpfeln und  ich habe noch ein paar Nussreste vom letzten Backen mit in den Teig gegeben, toll schmecken auch salzige Erdnüsse, die vielleicht noch in der Dose ein trauriges Leben als vergessenes Knabberzeug fristen.

2 Äpfel | 2 Hand voll Zwetschgen | 70 Gramm Mehl | 30 Gramm (Rohr)-Zucker | 40 Gramm Butter (kalt in Stücke geschnitten) | 40 Gramm Haselnusskerne oder andere Nüsse

Jetzt einfach nur die Äpfel in Scheiben schneiden, die Zwetschgen halbieren und entkernen und beides in die gefettete Form legen. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen zu Krümeln formen. Über die Pflaumen und Äpfel geben und bei 180 Grad 20 Minuten Goldbraun backen.

Bild, Text & Styling: Katharina Flick